Sechs Wochen fern der Heimat

Das ist schon eine verdammt lange Zeit, wir haben so viel erlebt. Hier im Blog sind nur einige Eindrücke niedergeschrieben, alles andere konservieren wir uns in unseren Köpfen und ja, die tausenden Bilder werden bei der Erinnerung auch helfen.

Dass es eine absolut tolle und lohnenswerte Reise war, brauche ich wohl nicht noch einmal extra erwähnen…

Auch wenn wir, wie schon erwähnt, noch ewig so weiterfahren könnten, vermisse ich doch so Manches aus der Heimat: Zum Beispiel vernünftiges Brot und Müsli (beides, also Schwarzbrot in Dosen und Kindermüsli für den Kleinen haben wir uns wohlweislich mal mit hierhergenommen, aber natürlich nur in kleiner Menge). Pancakes, Patties, Bacon und Eggs haben wir alles ausprobiert, kann aber irgendwie nicht so unseres werden zum Frühstück. Dann vermisse ich es ordentlich und ausgiebig in einer vernünftigen Küche zu kochen und in einem sauberen Bett ohne Schlafsack schlafen zu können und vor allen Dingen bin ich diesen ewigen Staub und Dreck leid. Ja, ja, ich weiß camping ist der Zustand in dem der Mensch seine eigene Verwahrlosung als Erholung ansieht…
Was ein Glück, dass wir die ganze Zeit über gutes Wetter hatten, ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie es in einem so kleinen Wohnmobil zu dritt wäre, wenn es immerzu regnen würde. Solange man fährt, kein Problem, aber wenn man steht und sich nicht draußen aufhalten kann, dann viel Spaß.
93 Beiträge im Blog,18 Kommentare.Wir sind an die 3400 Meilen (5500 Kilometer) gefahren,haben gute 1400 l Sprit für 1100€ verfahren und haben auf 29 Campgrounds gestanden und einmal wild gecampt. Wir waren auf kleinen und großen Campgrounds, auf privaten (wenn auch nur wenige) und staatlichen – wobei es keinen der Nationalpark Campgrounds auf unsere persönliche Hitliste geschafft hat, sondern eher die vom Nationalforest oder BLM. Wir haben Tiere gesehen, die man bei uns nicht mal so eben sehen würde – Schlangen, Elche, Deers, Schildkröten, Eichhörnchen (u.a. auch Streifenhörnchen u.a.), Seelöwen und einen Bären. Wir haben bunte Vögel gesehen und gehört, die so seltsam schöne Töne machen (könnte man teilweise echt gut als Handytöne adaptieren). Greifvögel sind über unseren Köpfen hinweggeflogen.

Wir hatten einige nette/herzliche Kontakte,aber aufgrund der Reiseform eher kurz und oberflächlich,Freundschaften sind nicht entstanden und haben einiges über unser Reiseland erfahren.Der Krümel hat jetzt mehr als genug gehört,dass er „so cute“ist und so tolle blaue Augen hat,wir hätten ihn mehr als einmal abgeben können,wenn wir gewollt hätten.

Ben&Jerrys Icecream:Wir haben ca.10 verschiedene Sorten probiert,zwischendurch hat sich ein paar Mal Hägen Dazz eingeschlichen.Unsere Favorits:Chunky Monkey und Americain Dream.

Wir haben eine Menge Fast Food Ketten durchprobiert,waren in Diner’s und Restaurants,genauso oft haben wir uns aber auch selbstversorgt,sei es mit Gegrilltem(unser Billig-Grill vom Walmart hat doch tatsächlich bis zum Schluss durchgehalten) oder Reis und Nudeln im Wechsel.Am allerbesten hat uns die mexikanische Küche gefallen.

 
Wir haben Jubel, Trubel, Heiterkeit in den Städten erfahren und genauso auch diese unendlicheWeite und teilweise Einöde dieses Landes kennengelernt. Dieses Land hat uns seine schönen Seiten gezeigt, die eindeutig überwiegen und hat uns einen Vorgeschmack auf seine allerschönsten Seiten gegeben (die im Hinterland liegen und die man sich erwandern muss). Seltener haben wir aber auch langweilige bis unschöne Seiten gesehen.
Die Reiseapotheke musste nur wenige Male zum Einsatz kommen und wenn, auch eigentlich nur, um Krankheiten u.ä. im Keim zu ersticken. Es gab keine Unfälle – Gott sei Dank – weder mit dem Wohnmobil, noch mit dem Krümel. Einmal hatte der Kleine eine ziemlich ordentlic he Beule an der Stirn, nachdem diese Bekanntschaft mit dem Fensterrahmen gemacht hatte, aber meine schlimmste Befürchtung, dass er irgendwann die zwei Stufen nach draußen oder sogar mit der Tür herausfällt oder aber beim Toben vom Bett runter, sind nicht eingetroffen. Glück gehabt!
Mit der Nahrungsumstellung (die ja in Wirklichkeit gar keine große ist) sowie mit der Zeitumstellung gab es keine Probleme. Wir werden sehen, wie sich der Rückflug bzw. die Zeit danach gestaltet.
Die besten Verkehrsschilder, die wir gesehen haben, sind die Crossing Schilder: Ped(estrians) X(Kreuz) ing steht dann z.B. dort. Hervorragend!
Jetzt am Ende dieser wunderbaren Reise können wir sagen: Viele Vorurteile/Gerüchte und Vorstellungen, die man so im Allgemeinen über Amerika bzw. seine Landsleute hat, haben sich als unwahr herausgestellt. Natürlich sind einige auch bestätigt worden, aber im Allgemeinen sind wir positiv überrascht. @Hawai-Auswanderer: ich kann mir euch hier sehr gut vorstellen! Ihr passt hier einfach hinein! Und dass wir euch mal besuchen kommen, ist klar, oder?!
Begleitet haben uns auf unserer Reise an die 100 Mitleser(besonders freut mich,dass unsere Hebamme mit darunter ist-sie war eine der ersten,die von der Reiseidee erfahren und diese von Anfang an begrüßt hat), was ich beachtlich finde und mich sehr freut. Ursprünglich war dieser Blog dafür gedacht, es den Großeltern vom Krümel leichter zu machen ihn für 6 ganze Wochen zu entbehren. Und natürlich dient er auch der genauen Reisedokumentation – das er nun so viele Anhänger hat, ist Wahnsinn. Ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht uns zu begleiten.

Wir sind gespannt, wer der Erste ist, der es uns gleichtun wird!

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu “Sechs Wochen fern der Heimat

Schreibe eine Antwort zu kruemeldererste Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s