Wir haben es getan – wild gecampt (29./30.5)

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Devils Postile

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Tufas

Am nächsten Morgen schauen wir uns noch einen der zahlreichen Wasserfälle im YNP an und fahren dann den Tioga Pass hoch. Hier steht der Krümel dann zum ersten Mal im Schnee – schon mal ein Vorgeschmack auf die hoffentlich weiße Weihnacht im Hartz. Später besuchen wir noch die Geisterstadt Bodie – diese wurde in den 70er Jahren verlassen und bis heute aber gut erhalten bzw. teilweise rekonstruiert. Wir finden, dass etwas viel Gehabe darum gemacht wird, aber nun ja, wir haben sie gesehen.
Auch hier sind alle möglichen Campgrounds noch geschlossen(?) und wir haben schon wieder späten Nachmittag. Da wir uns auf Land des National Forest befinden, campen wir einfach wild. Wir finden eine wunderhübsche Lichtung im Wald und bleiben einfach hier stehen, etwas versteckt hinter Bäumen –und wir scheinen nicht die ersten hier zu sein, denn wir finden einen Steinkreis für Feuerchen vor. Und das allerbeste daran, es kostet nichts. @baldige Skandinavien-Camper: macht das auf jeden Fall, ist toll!
Nach einer kalten Nacht (wir waren ja immer noch auf 2600m) fahren wir morgens recht früh zum Mono Lake um uns die Tuff Tuff (Tufa Steine) Steine anzusehen. Von dort aus geht es weiter ins Gebiet Mammoth Lake bzw. in den Postpile NP. Dort kucken wir uns zunächst die Devil Postpiles an, einmal von unten, einmal von oben drauf und fahren dann runter nach Mammoth. Mammoth kann man mit Winterberg vergleichen, nur viel größer. Hier ist alles auf den Wintersport ausgelegt. Dann fahren wir zu unserem schnukkeligen kleinen Campingplatz, den wir uns schon gestern beim Vorbeifahren ausgekuckt haben. Hier steht man schön zwischen jungen Birken und Espen.
Warum habe ich eigentlich den Eindruck, dass die männliche Fraktion anderer Nationalitäten ihre Kinder viel öfter trägt (sei es im Tragegurt, in einer Kiepe oder im Tragetuch)? Bisher habe ich überwiegend tragende Männer gesehen…
Was ich noch mal so anmerken muss, so viel Fortschritt wie doch immer aus Amerika zu uns nach Deutschland rüberschwappt, so rückschrittlich bzw. stehengeblieben sind die Amis auch in manchen Punkten. Um einmal Beispiele zu nennen: die Waschmaschinen, Handyempfang, Autos…
Und soetwas von ängstlich: Tausende von Schildern an den Straßen/Wegen (für uns teilweise sonnenklare Dinge), Gefahrenhinweise auf Lebensmitteln, in Speisekarten etc. – ja gut, man hat ja schon von so manch kuriosem Prozess hier gehört. Jemanden zu überholen trauen sie sich auch nur selten, auch wenn die Straße schnurgerade ist und weit und breit niemand kommt, wir hätten uns langsames WoMo schon zehnmal überholt, da tukkern sie immer noch hinter uns her – ich glaube, sie machen sich vor Angst in die Hose, sollten sie mal auf deutschen Autobahnen unterwegs sein.

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2 Antworten zu “Wir haben es getan – wild gecampt (29./30.5)

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